Vorhangstoff wählen: halbtransparent, blickdicht oder verdunkelnd
- Rubrik
- Stil & Material
- Veröffentlicht am
- 13. Juli 2026
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Vorhänge regeln Licht, Blick und Akustik in einem Zug. Der Stoff entscheidet, welche der drei Aufgaben er gut erfüllt, und kein Stoff erfüllt alle drei gleichzeitig.
Vorhangstoff nach Lichtdurchlass wählen
Halbtransparente Stoffe wie Voile oder leichtes Leinen mit 100 bis 160 Gramm je Quadratmeter streuen Tageslicht und nehmen tagsüber den Blick von außen. Nachts, wenn innen Licht brennt, wirken sie kaum noch. Blickdichte Dekostoffe mit 200 bis 300 Gramm dämpfen zusätzlich den Schall in hallenden Räumen. Verdunkelungsstoffe mit Beschichtung halten über 90 Prozent des Lichts zurück und gehören ins Schlafzimmer, nicht ins Wohnzimmer.
Vorhangstoff berechnen: Faltenfaktor und Länge
Ein Vorhang ohne Falten sieht aus wie ein Bettlaken. Rechnen Sie die Stoffbreite als Vielfaches der Schienenlänge:
- schlichter Fall: Faktor 1,5;
- normaler Faltenwurf: Faktor 2;
- üppiger Faltenwurf bei leichten Stoffen: Faktor 2,5;
- Länge: 1 bis 2 Zentimeter über dem Boden oder 15 Zentimeter aufliegend als bewusster Bruch.
Für eine Schiene von 200 Zentimetern brauchen Sie bei normalem Fall also 400 Zentimeter Stoffbreite.
Hängen Sie die Schiene dicht unter die Decke, nicht direkt über das Fenster. Der Raum gewinnt dadurch optisch 20 bis 30 Zentimeter Höhe.
Vorhangstoff im Alltag: Pflege und Kosten
Leinen und Baumwolle laufen beim ersten Waschen 3 bis 5 Prozent ein. Kaufen Sie entsprechend länger oder waschen Sie den Stoff vor dem Nähen. Meterware kostet je nach Qualität 10 bis 40 Euro je laufenden Meter, fertige Schals 20 bis 60 Euro je Bahn. Für ein Fenster mit 200 Zentimetern Breite landen Sie mit zwei Schals, Schiene und Haken bei 80 bis 200 Euro, und die Schiene überlebt in der Regel mehrere Stoffwechsel.