Farbpalette für die Wohnung: die 60-30-10-Aufteilung in der Praxis

Rubrik
Stil & Material
Veröffentlicht am
15. Mai 2026
Lesezeit
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Farbpalette für die Wohnung: die 60-30-10-Aufteilung in der Praxis
Drei Muster nebeneinander auf dem Boden: gestrichenes Vlies, Möbelstoff und ein Akzentmaterial.

Die 60-30-10-Aufteilung stammt aus der Innenarchitektur und beschreibt, wie viel Fläche jede Farbe eines Raums einnehmen darf. Sie ist kein Gesetz, aber sie erklärt, warum manche Räume ruhig wirken und andere nicht.

Farbpalette nach 60-30-10 aufteilen

60 Prozent gehören der Grundfarbe: Wände, große Vorhänge, Boden. 30 Prozent trägt die zweite Farbe, meist Polstermöbel und Textilien. 10 Prozent bleiben für den Akzent in Kissen, Bildern, Vasen oder einer einzelnen Tür. In einem Wohnzimmer von 20 Quadratmetern heißt das zum Beispiel: gebrochenes Weiß an den Wänden, ein Sofa in Schieferblau und Terrakotta in drei bis vier kleinen Objekten.

Farbpalette zusammenstellen: von der größten Fläche her

Beginnen Sie nicht bei der Wandfarbe, sondern bei dem Stück, das Sie nicht austauschen werden. Meist ist das der Boden, manchmal ein geerbtes Möbel. Von dort arbeiten Sie nach oben:

  • Unterton des Bodens bestimmen, warm oder kühl;
  • Grundfarbe der Wand im selben Unterton wählen;
  • zweite Farbe an einem großen Möbel festlegen;
  • Akzentfarbe zuletzt und in kleiner Menge kaufen.

Kaufen Sie die Akzentfarbe zum Schluss und in kleinen Stücken. Ein Kissen für 20 Euro darf ein Fehlgriff sein, ein Sofa nicht.

Farbpalette prüfen: der Test mit drei Mustern

Legen Sie drei Muster nebeneinander auf den Boden des Raums: ein Stück gestrichenes Vlies, ein Stoffmuster des Möbels und das geplante Akzentmaterial. Sehen Sie sich die Kombination morgens, am Nachmittag und bei Kunstlicht an. Wirkt eine Farbe zu jeder Tageszeit dominant, ist ihr Anteil zu hoch. Diese Prüfung dauert einen Tag und erspart regelmäßig eine teure Rücksendung.

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