Naturmaterialien im Wohnraum: Leinen, Jute und Ton im Alltag
- Rubrik
- Stil & Material
- Veröffentlicht am
- 06. Juni 2026
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Leinen, Jute und Ton sehen auf Fotos ruhig aus und verhalten sich im Alltag eigenwillig. Wer weiß, wie diese Materialien altern, ärgert sich später weniger.
Naturmaterialien im Wohnraum: Leinen richtig einsetzen
Leinen knittert, das ist keine Schwäche, sondern seine Erscheinung. Für Vorhänge und Bettwäsche ist genau das gewollt, für Sitzbezüge im täglichen Gebrauch weniger. Ein Mischgewebe mit 20 bis 30 Prozent Baumwolle bleibt glatter und kostet weniger. Gewaschenes Leinen ist von Anfang an weich und läuft kaum noch ein, ungewaschenes verliert beim ersten Waschgang 3 bis 5 Prozent seiner Länge.
Naturmaterialien im Wohnraum: Jute und Sisal am Boden
Pflanzenfasern bringen Struktur, sind aber empfindlicher als jeder Kunstfaserteppich:
- Jute ist weich und für Wohn- und Schlafzimmer geeignet, nicht für Flure;
- Sisal hält stärkere Beanspruchung aus, fühlt sich dafür rau an;
- beide reagieren auf Feuchtigkeit mit Flecken und Wellen, also nichts für Bad und Küche;
- die Reinigung erfolgt trocken, mit Bürste und Sauger ohne Bürstwalze.
Legen Sie eine Filzmatte unter jeden Naturfaserteppich. Sie verlängert seine Lebensdauer um Jahre und verhindert das Rutschen.
Naturmaterialien im Wohnraum: Ton und Keramik
Unglasierte Töpfe nehmen Wasser auf und hinterlassen auf Holz nach wenigen Wochen einen Rand. Ein Untersetzer aus Kork für zwei Euro löst das dauerhaft. Handgetöpferte Stücke haben Maßabweichungen von mehreren Millimetern, was für ein Regal ohne Bedeutung ist, für eine passgenaue Nische jedoch nicht. Kaufen Sie Keramik in ungeraden Gruppen und in einer gemeinsamen Farbfamilie: Drei Objekte in Sandtönen wirken zusammen ruhiger als sechs in sechs Farben.