Farbtemperatur in Kelvin: welches Licht in welchen Raum gehört
- Rubrik
- Licht & Stimmung
- Veröffentlicht am
- 23. Juli 2026
- Lesezeit
- 5 Min. Lesezeit
Kelvin beschreibt nicht die Helligkeit einer Lampe, sondern die Farbe ihres Lichts. Wer die Zahl auf der Verpackung übersieht, kauft zweimal: einmal zu kalt, einmal zu spät.
Farbtemperatur in Kelvin: die drei Bereiche
Warmweißes Licht liegt unter 3300 Kelvin und wirkt gelblich wie eine alte Glühlampe. Neutralweiß reicht von 3300 bis 5300 Kelvin und zeigt Farben sachlich. Tageslichtweiß beginnt bei 5300 Kelvin und wirkt in Wohnräumen fast immer klinisch. Für die Zimmer einer Wohnung haben sich diese Werte bewährt:
- Wohnzimmer und Schlafzimmer: 2700 Kelvin;
- Esszimmer über dem Tisch: 2700 bis 3000 Kelvin;
- Küchenarbeitsplatte und Spiegel im Bad: 3000 bis 4000 Kelvin;
- Arbeitsplatz und Hauswirtschaftsraum: 4000 Kelvin.
Farbtemperatur und Wandfarbe: die Wechselwirkung
Licht unter 3000 Kelvin verstärkt Rot- und Gelbanteile und lässt kühle Grautöne schmutzig wirken. Ein Salbeigrün, das im Baumarkt frisch aussah, kippt unter warmem Licht ins Bräunliche. Umgekehrt wird eine warme Terrakottawand bei 4000 Kelvin blass und flau. Prüfen Sie Farbmuster deshalb immer unter der Lampe, die später im Raum hängt, und nicht nur am Fenster.
Kaufen Sie erst das Leuchtmittel, dann die Farbe. Das Licht bleibt, der Anstrich lässt sich ändern.
Farbtemperatur mischen: eine Zahl pro Raum
In einem Raum sollten alle Leuchtmittel dieselbe Farbtemperatur haben. Zwei Lampen mit 2700 und 4000 Kelvin nebeneinander erzeugen einen Farbstich, den das Auge sofort bemerkt und der Räume unruhig macht. Achten Sie zusätzlich auf den Farbwiedergabeindex: Ab Ra 90 zeigen Textilien und Holz ihre echten Töne, darunter wirken sie matt. Der Aufpreis für gute Leuchtmittel liegt bei 2 bis 5 Euro je Stück und bewirkt in einem Wohnzimmer mehr als ein neuer Vorhang.