Strukturputz selbst auftragen: Kosten, Werkzeug und Trockenzeiten
- Rubrik
- Wände & Farben
- Veröffentlicht am
- 12. Mai 2026
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Strukturputz ersetzt Tapete, verzeiht Unebenheiten und gibt einer Wand Licht und Schatten. Er ist zugleich das Material, das die meiste Trockenzeit verlangt und den Raum am längsten blockiert.
Strukturputz pro Quadratmeter: Material und Preis
Ein Gebinde Roll- oder Streichputz mit 16 bis 18 Kilogramm reicht je nach Körnung für 8 bis 12 Quadratmeter und kostet 25 bis 50 Euro. Für ein Zimmer mit 33 Quadratmetern Wandfläche brauchen Sie drei bis vier Gebinde, dazu Tiefengrund für rund 15 Euro. Kalk- und Lehmputze liegen höher, etwa bei 8 bis 15 Euro Material je Quadratmeter. Rechnen Sie 10 Prozent Reserve ein, denn Nachkaufen aus einer anderen Charge zeigt sich später in der Struktur.
Strukturputz auftragen: Kelle, Rolle, Bürste
Grundieren Sie den Untergrund und lassen Sie ihn über Nacht trocknen. Tragen Sie den Putz dann in einem Zug bis zur nächsten Raumkante auf, sonst entsteht eine sichtbare Ansatzstelle. Die Struktur entsteht im zweiten Schritt:
- Strukturwalze für gleichmäßige, feine Muster;
- Glättkelle für den ruhigen, wolkigen Verlauf;
- Bürste oder Schwamm für gröbere Züge;
- Japanspachtel für Kanten und Anschlüsse.
Arbeiten Sie zu zweit: einer trägt auf, einer strukturiert. Der Putz wartet nicht, bis Sie das Werkzeug gewechselt haben.
Strukturputz trocknen lassen: Zeiten und Raumklima
Bei 20 Grad und normaler Luftfeuchte ist die Oberfläche nach 12 Stunden staubtrocken, vollständig durchgehärtet erst nach zwei bis drei Tagen, bei Kalkputz nach bis zu einer Woche. Lüften Sie in kurzen Stößen statt dauerhaft, denn Zugluft trocknet die Oberfläche schneller als den Kern und erzeugt feine Risse. Möbel rücken Sie erst zurück an die Wand, wenn sich die Fläche nicht mehr kühl anfühlt.